Inklusion braucht aktion

Interview mit Burkard Rappl, Ministerialdirigent / Irmgard Badura, Behindertenbeauftragte - Bayern

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und IntegrationIm Bayerischen Staatsministerium in München sprach Karl Grandt mit Ministerialdirigent Burkard Rappl und der Behindertenbeauftragten Irmgard Badura.

Karl Grandt mit Ministerialdirigent Burkard Rappl u. der Behindertenbeauftragten Irgart Balkau

R4H - das Radio für barrierefreie Köpfe / Karl Grandt im Interview mit Ministerialdirigent Burkard Rappl und der Behindertenbeauftragten Irmgard Badura – München / Bayern.

Interview Ministerialdirigent Burkard Rappl. O-Ton zum Anhören.

Interview Behindertenbeauftragte Irmgard Badura. O-Ton zum Anhören.

Karl Grandt:

Am heutigen Tage sitze ich hier zusammen mit Ministerialdirigent Burkhard Rappl. Herr Rappl, stellen Sie sich unseren Hörern doch bitte einmal vor.

Burkhard Rappl:

Ja, mein Name ist Burkhard Rappl. Ich leite hier im Bayrischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familienintegration die Abteilung  "Teilhabe von Menschen mit Behinderung" und habe in dieser Abteilung sechs Referate, die sich erstrecken vom Grundsatzreferat, das sich mit der UN Behindertenrechtskonvention beschäftigt, über das Referat, das die Eingliederungshilfe speziell macht, da ist das Stichwort  Bundesteilhabegesetz zur Zeit ganz groß. Über Menschen mit Behinderung, Schwerbehindertenrecht und   Menschen in Arbeit bringen, über die gesellschaftliche Teilhabe bis hin zur Barrierefreiheit. Angesiedelt ist bei mir personalmäßig auch die Behindertenbeauftragte. Allerdings ist die Behinderten-beauftrage bei uns gesetzlich geregelt und unabhängig, das ist die Frau Badura. Wir beschäftigen uns ja mit vielen Fragen, die Menschen mit Behinderung betreffen und das Topthema ist natürlich "Inklusion". Und bei dem inklusiven Gedanken, der für Bayern sehr, sehr wichtig ist, ist das Bewusstsein des Einzelnen zu gewinnen, ein ganz besonderes Thema. Und dabei möchte ich Ihren Health-Media e.V. nennen, das da ein ganz besonders gutes Beispiel dafür ist und auch diese Bewusstseinsbildung unterstützt wird durch solche Touren, wie wir sie heute erleben. Das schafft in meinen Augen Bewusstsein, das ist eine ganz wichtige Geschichte.

Karl Grandt:

Wie beschäftigen Sie sich ganz konkret mit der Inklusion, Herr Rappl?

Burkard Rappl:

Also, Inklusion betrifft ja viele Bereiche. Lernen, Arbeiten, Wohnen, Leben insgesamt und  eines der Topthemen, das bei uns  derzeit auch auf dem Schirm ist, ist die Barrierefreiheit. Wir machen eine große  Kampagne „Bayern barrierefrei“,  ich habe auch etwas vorbereitet, das würde ich Ihnen gerne mitgeben, wenn Sie es auf Ihrem Rad mitnehmen können, Herr Grandt. Die Initiative „Bayern barrierefrei“, die unser Ministerpräsident vor 3 Jahren ins Leben gerufen hat, wird derzeit ganz besonders stark umgesetzt. Wir haben einen Staats-Sekretärsausschuss eingerichtet , wir wollen hier vorrangig jetzt zunächst einmal die staatlichen Bereiche barrierefrei machen. Wir setzen hier auch  starke Mittel ein. Über 400 Millionen jetzt in den letzten 2 Jahren und in den nächsten 2 Jahren und der Staat soll hier Beispielgeber sein.  Wir haben uns hier 6 Bereiche priorisiert, das ist Mobilität, Bildung, öffentlich zugängliche staatliche Gebäude, Information und Kommunikation, Fortbildung der Beschäftigten und  die Gesundheit. Dazu ist Beratung und Bewusstseinsbildung für alle ein ganz wichtiges Thema. Frau Badura und ich verleihen auch Signets und auch unsere Ministerin, die das Thema sehr unterstützt, und Herr Staatssekretär Hintersberger verleihen Signets. Wir haben ein eigenes Signet entwickelt, verleihen es an  gelungene Aktionen, die eben die Barrierefreiheit unterstützen. Das ist ein ganz wichtiges Thema. Weitere wichtige Themen sind die Arbeitswelt, schwerbehinderte Menschen in Arbeit zu bringen. Auch dazu werden wir oder haben wir in diesem Jahr eine Kampagne gestartet: „Arbeitswelt Inklusiv“.  Sie soll zeigen, was Menschen mit Behinderung drauf haben. Wir haben hier auch den Joberfolg als Auszeichnung  für Arbeitgeber, die eben besonders herausragende Beispiele geben, dass sie schwerbehinderte Menschen einstellen können, was die auch leisten. Da kann dann vielleicht auch noch die Frau Badura dann noch einiges zu sagen.  Sport ist auch ein ganz wichtiger Punkt,  wobei wir speziell jetzt auch unterstützen z. B. die  „Special Olympics Bayern“. Ein ganz wichtiger Bereich, wir haben dieses Jahr im Juli in Hof die Sommerspiele, die bayrischen. Wir hatten hier auch schon internationale Spiele in München. Ganz große  Sache  in der Olympiahalle , gleich in der Nähe davon, das ganze Olympiagelände war voll, eine großartige Sache. Wir verleihen einen "Miteinanderpreis",  die Frau Badura und ich sind da auch in der Jury. Schwierige Auswahl immer, wenn man unter hunderten von Vorschlägen  dann für jeden Regierungsbezirk nur einen Vorschlag auswählen soll. Jeder Regierungsbezirk ist da ausgezeichnet worden, z. B. in Niederbayern, ich habe mir das extra aufgeschrieben: „Mittendrin - Reporter Kelheim“ gutes Beispiel, wo Menschen mit Behinderung und ohne Behinderung als Reporter berichten über ihre Umgebung. Wichtiges Thema ist auch das Wohnumfeld, da wird sich jetzt auch einiges  noch entwickeln und weiter entwickeln durch dieses Bundesteilhabegesetz, das ja umgesetzt wird, am 1.1.2017 in Kraft getreten ist.  Eines möchte ich auch noch sagen, da mach´ ich jetzt mal Werbung auch in unserer Sache. Wir veranstalten als Veranstalter jedes Jahr die „Consozial“ in Nürnberg, auch dieses Jahr. „Consozial“ - Was ist das? Das ist die Fachmesse für den Führungskräftebereich und die Fachkräfte im Sozialmarkt, nicht nur in dem Bereich "Menschen mit Behinderung", sondern im gesamten Sozialbereich. Aber dieses Jahr haben wir das Motto „Zukunft Inklusion“ und, wenn Sie Zeit und Lust haben im November nach Nürnberg zu kommen, lade ich Sie gerne ein.

Tja, das war´s jetzt zunächst einmal aus meiner Sicht.

Pressebericht von der Behindertenbeauftragten Irmgard Balkau - München / BayernPressebericht v

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