Inklusion braucht aktion

Interview mit Elke Breitenbach, Senatorin für Soziales - Berlin

Karl Grandt im Interview mit Elke Breitenbach, Senatorin für Soziales in Berlin.

Karl Grandt mit Senatorin Eva Breitenbach in Berlin

R4H - das Radio für barrierefreie Köpfe / Karl Grandt im Interview mit Senatorin Elke Breitenbach in Berlin

O-Ton zum Anhören.

Karl Grandt:

Heute sind wir im Sozialministerium in Berlin und haben wieder eine interessante Gesprächsrunde vor uns. Bitte seien Sie so nett und stellen sich unseren Hörern einmal vor.

Elke Breitenbach:

Ja gerne. Mein Name ist Elke Breitenbach, ich bin in Berlin die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales. Da gehört der ganze Bereich Inklusion natürlich mit rein. Senatorin bin ich seit Dezember dieses Jahres, also noch nicht allzu lange und ich habe eine lange Amtszeit vor mir und kann dann noch eine ganze Menge machen auch im Bereich Inklusion.

Karl Grandt:

Tja, dann lassen Sie uns mal ein bisschen ins Detail gehen. Was planen Sie denn zu machen in der Richtung Inklusion?

Elke Breitenbach:

Na, wir als neuer Senat haben schon gesagt für uns ist Inklusion zentral, hat einen ganz hohen Stellenwert. Berlin ist eine Stadt, die nicht überaltert ist, aber in Berlin werden die Menschen auch älter, und dass geht auch einher immer mit Mobilitäts-Einschränkungen und auch mit Behinderungen. Und wir haben natürlich auch in Berlin sehr viele Menschen mit Behinderung, die hier schon leben, die von Jugend an eine Behinderung haben. Und wir haben zum Glück eine sehr engagierte, aktive behinderten- politische Szene in allen Bereichen und das nehmen wir als Ansatz. Und wir haben in allen Senatsverwaltungen eine Arbeitsgruppe „Menschen mit Behinderung“ und Inklusion ist ja jetzt nicht nur bei "Soziales" angesiedelt. Sondern Inklusion hat ja ganz viel beispielsweise mit Mobilität und Verkehr zu tun, da ist die Senatsverwaltung für zuständig, das ist bei uns zentral auch ein wichtiger Punkt im Bereich der Inklusion. Auch die ganze Frage "Wohnung, barrierefreie Wohnung, bezahlbarer Wohnraum der barrierefrei ist", ist in Berlin eine große Frage und eine große Herausforderung. Und natürlich das Thema Bildung und dazu gehört auch der Sport.

Karl Grandt:

Ja, dann sehen wir uns ja am Sonntag schon wieder. Denn am Sonntag startet hier der Etappenstart unter dem Motto „Inklusion braucht Aktion“ wo unser Projektpate Sven Marx seine 1 1/2 jährige Weltreise antritt. Was stellen Sie sich darunter vor, was am Sonntag hier abgehen wird?

Elke Breitenbach:

Na, ich hoffe jetzt erstmal, dass wir besseres Wetter haben, als bisher so die letzten Tage, weil dann werden auch sehr viele Leute kommen. Und dann werden wir diese Veranstaltung begehen mit einer hoffentlich sehr schönen Aktion und viel Beifall der Berliner und Berlinerinnen, die sich das ansehen und nachher auch beteiligen werden.

Karl Grandt:

Nun reist Sven Marx ja unter dem Motto „Inklusion braucht Aktion“ um die ganze Welt, um den Begriff "Inklusion" in die Öffentlichkeit zu transportieren. Was halten Sie von solchen Veranstaltungen, ist es notwendig so etwas zu tun?

Elke Breitenbach:

Ja, ich halte das für sehr notwendig. Weil neben politischen Maßnahmen, für die denn auch tatsächlich die Politik zu ständig ist, finde ich es zentral wichtig, dass wir dieses Verständnis von Inklusion in diese Gesellschaft hinein tragen, Inklusion muss in allen Bereichen mit bedacht werden. Und deshalb ist dieser Slogan „Inklusion braucht Aktion“ total richtig und nicht nur sagen: "Für Inklusion ist die Politik zuständig". Ja die ist auch zuständig, aber für die Umsetzung der Inklusion in die gesellschaftliche Teilhabe von allen Menschen sind wir alle zuständig und da haben wir etwas beizutragen. Deswegen finde ich es eine super Aktion.

Karl Grandt:

Ich danke für diese netten Worte und freue mich auf Sonntag.

Elke Breitenbach:

Ich mich auch, bis dahin.

 

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